Neue Amazonia: Eine feministische Zeitreise-Utopie ber Frauenwahlrecht, Matriarchat und Sozialreform im 19. Jahrhundert (en Alemán)
Reseña del libro "Neue Amazonia: Eine feministische Zeitreise-Utopie ber Frauenwahlrecht, Matriarchat und Sozialreform im 19. Jahrhundert (en Alemán)"
Elizabeth Burgoyne Corbetts "Neue Amazonia" ist eine frhe feministische Utopie, die in der Form einer Zukunftsreise die politischen, sozialen und biologischen Voraussetzungen einer gerechteren Ordnung erprobt. Die Erzhlerin gelangt aus der Enge des viktorianischen England in ein knftiges Gemeinwesen, in dem Frauen ffentliche Macht, Bildung und wirtschaftliche Autonomie besitzen. Satire, Reisebericht und spekulative Sozialtheorie verbinden sich zu einem Text, der Fragen nach Geschlecht, Krper, Arbeit, Ehe und Staatsorganisation mit bemerkenswerter Direktheit verhandelt. Im literarischen Kontext steht das Buch neben den Zukunftsentwrfen des spten 19. Jahrhunderts, antwortet jedoch besonders scharf auf antifeministische ngste und die Debatten um Frauenwahlrecht und "New Woman". Corbett war eine britische Journalistin und Schriftstellerin, die in einer Epoche schrieb, in der weibliche Autorschaft, Erwerbsarbeit und politische Teilhabe heftig umstritten waren. Ihre Nhe zur Presse, ihr Blick fr ffentliche Kontroversen und ihre Erfahrung mit geschlechtsspezifischen Beschrnkungen prgen den Roman sichtbar. "Neue Amazonia" erscheint daher weniger als Fluchtfantasie denn als intellektuelle Intervention in zeitgenssische Reformdiskurse. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die die Ursprnge feministischer Science-Fiction, viktorianische Utopieliteratur und politische Imagination ernsthaft erkunden mchten. Es ist historisch aufschlussreich, literarisch khn und bis heute provokativ.