Straßen- und Baufluchtengesetz vom 2. Juli 1875 (en Alemán)
Reseña del libro "Straßen- und Baufluchtengesetz vom 2. Juli 1875 (en Alemán)"
Nehmen Sie einmal an, ihre Gemeinde teilt Ihnen mit, dass sie beabsichtige eine Grundinstandsetzung ihrer Stra e durchzuführen. Mit dieser Bauma nahme solle die Erstmalige Endgültige Herstellung der Stra e erzielt werden (eeh-Stra e), da der bisherige Ausbauzustand nur ein provisorischer gewesen sei. Der überwiegende Teil der Kosten für die Bauma nahme sei durch die Anlieger zu tragen. Sie fragen sich, warum nicht schon früher diese Stra e formal erschlossen wurde, immerhin gebe es die Stra e ja seit mehr als 70 Jahren, und ob es Rechtens sei die Kosten auf die Anlieger abzuwälzen. Das preu ische Fluchtliniengesetz wurde vor mehr als 140 Jahren eingeführt und überdauerte das Kaiserreich, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und ebenso die Anfänge der jungen Bundesrepublik. In dem Vorwort zu diesem Kommentar führt der Verfasser, Oberverwaltungsgerichtsrat R. Friedrichs, aus, dass es die Aufgabe dieses kleinen Werkes sei, die Erkenntnisse und Entscheidungen des Preu ischen Oberverwaltungsgerichtes einem grö erem Kreise bekannt zu machen, um nicht dieselben Fragen, welche bereits in einer Reihe von Fällen an das genannte Gericht gelangt sind, immer wieder von Neuem zum Gegenstande der Erörterung im Verwaltungsstreitverfahren werden zu lassen. Die Erläuterungen zum Stra en- und Baufluchtengesetz sind auch weiterhin von gro er Bedeutung für Grundbesitzer, die von einer Stra enerschlie ungsma nahme an einer - möglicherweise - vorhandenen Stra e betroffen sind. Das Bundesverwaltungsgericht hat in mehreren Grundsatzurteilen bestimmt, dass die Regelungen der damaligen Zeit für Stra en, die vor dem 29. Juni 1961 von einer Gemeinde unterhalten wurden, entsprechend anzuwenden sind.